Supreme Weather Wear

Aus: Magazin KÖNIGSALLEE 3/2019

Text: Karolina Landowski 
Fotos: g-lab

 

Kompromisslos und mit höchstem Anspruch an Ästhetik, Qualität und Performance hat g-lab mit wetterfesten Jacken den Raum zwischen Funktion und Mode erobert. 

 

Super-stylische Jacken, die stur Wind und Regen trotzen ohne dabei nach Funktion auszusehen: Das Düsseldorfer Fashion Brand g-lab steht seit gut zehn Jahren für eine einzigartige Verbindung aus zeitgenössischer Mode und Performance. Eigens entwickelte mehrlagige Hightechmaterialien machen alle g-lab Jacken absolut wasserdicht, winddicht und atmungsaktiv – ohne geringste Abstriche bei der Ästhetik. Und das mit großem Erfolg. Das Brand verkauft sich weltweit, zählt Stores von Saks Fifth Avenue in New York bis Jades in Düsseldorf zu seinen Kunden und Schauspieler wie Leonardo DiCaprio, Sienna Miller und George Clooney zu seinen Fans. Die internationale Trendbibel Highsnobiety kürte g-lab sogar zu den „18 German Brands Every Highsnobiety Reader Should Know“. Höchste Zeit also, g-lab etwas genauer kennenzulernen.

 

„Im Laufe der Jahre haben wir eine eigene, einzigartige DNA entwickelt, die in jeder unserer Jacken steckt.“

 

Was alle Kunden hier schätzen, ist das fundierte Know-how, die Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten, die individuelle Beratung, das innovative Denken und die reele Handwerkskunst. „Anders als industriell gefertigte Bücher, bei denen die Seiten im Schnellbindeverfahren mit Metallklammern eingequetscht oder mit Heißkleber gebunden werden, der schnell unansehnlich gelb und brüchig wird, werden unsere so produziert, dass sie ganze Generationen überdauern“, erläutern die Buchbindermeisterinnen. „Wir machen Bücher, die bleiben.“ Zum Einsatz kommen meist tradierte Materialien wie Büttenpapier, Pergament, Holz, Acryl, Metall, Leder, Leinen und Samt, aber auch moderne, oberflächenbehandelte und damit äußerst strapazierfähige Papiere sowie auf Wunsch auch Exklusives wie Elefantenhaut. Jeder Einband kann mit einem Titel in Gold, Silber oder diversen Farben und verschiedenen Typografien geprägt werden. Der Fantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Gefalzt wird noch von Hand mit Falzbein am Tisch, geheftet mit Nadel und Faden. Neben Ulrike Meysemeyer sorgen neun Fachkräfte, darunter auch eine Spezialistin für die Restaurierung historischer Bücher, plus einige Auszubildende für das hohe Qualitätsniveau des Hauses.

 

„Im Laufe der Jahre haben wir eine eigene, einzigartige DNA entwickelt, die in jeder unserer Jacken steckt.“

 

Showroom und Headquarter des Modelabels ist eine ehemalige Werkstatt in der Gladbacher Straße. In dem cleanen Loft-Ambiente mit Estrichboden und nackten Kupferrohren hängen die High-Performance-Jacken an nackten Stahlträgern wie die minimalistischen Ausstellungsstücke einer Galerie. In den hinteren Räumen arbeitet das Designteam bereits an der Kollektion für Herbst/Winter 2020. Die Atmosphäre ist kreativ und familiär. Björn Gericke gründete g-lab ursprünglich als Designagentur und entwarf zunächst Jacken für andere Marken. Schnell wurde aber klar, dass er ein eigenes Produkt wollte. Eines, das zeitgemäße Ästhetik mit High-End-Performance verbindet. „Ich konnte einfach keine Oberbekleidung finden, die mich gut aussehen und gleichzeitig in Bezug auf ihre Funktionalität wohlfühlen ließ“, sagt der 49-Jährige, der zuvor als Aktienanalyst, Finanzvorstandsassistent und Investment Manager mit Stationen in Hongkong, London, New York und Hamburg arbeitete. 2001 kehrte der umtriebige Unternehmer schließlich in seine Heimatstadt Düsseldorf zurück, um gemeinsam mit seinem Vater Hein Gericke das gleichnamige Motorradbekleidungs-Imperium neu zu positionieren. Als das misslang, gründete er g-lab als Agentur, aus der schließlich ein eigenständiges Fashion Brand werden sollte. 

 

„Wir wollen Produkte kreieren, die ihre Träger rund um die Uhr begleiten können.“

 

„Wir wollen Produkte kreieren, die ihre Träger rund um die Uhr begleiten können“, sagt Björn Gericke. Kleidungsstücke, die nicht nur für eine Saison gemacht sind, sondern für ein ganzes Leben. Jacken und Mäntel mit maximaler Vielseitigkeit, mit der Frauen und Männer für jede Situation gewappnet sind – vom Geschäftstreffen über Einkaufstouren bis hin zum Besuch auf dem Spielplatz. Styles, die sich das ganze Jahr über bewähren. „Im modernen Leben verschmelzen die täglichen Anforderungen nahtlos – und damit auch unsere Oberbekleidung“, betont Gericke. Viele der g-lab Jacken sind als 2-in-1-Styles konzipiert, multifunktionell und extrem wandelbar. Man kann das Thermofutter herauslösen, Silhouetten verstellen und Kapuzen abnehmen. Das zeitlos-urbane Design vollzieht den Wechsel von Saison zu Saison sozusagen nahtlos. Was alle Modelle gemeinsam haben, ist ihr auffälliges Signature-Detail: die überdimensionalen Hanger in grellem Orange. „Als wir die erste g-lab Jacke auf den Markt brachten, wurde die Kombination aus zeitgemäßem Design und High-End-Performance vom Modehandel nicht verstanden, und es dauerte Jahre, bis wir dort ankamen, wo wir heute sind“, gibt Björn Gericke zu. 2010 startete er mit sechs Jacken in jeweils einer Farbe und einem Material. Heute verkauft er in 14 Länder. 

Björn Gericke ist ein Kosmopolit und die g-lab Styles sind inspiriert von unzähligen Reisen in die lebendigsten und kreativsten Städte dieser Welt. Wenn er und sein Team nicht arbeiten, betreiben sie Sport. Persönliche Erlebnisse beim Radfahren, Skifahren oder Segeln werden dann mit urbanen Alltagserfahrungen vermischt und im nächsten Entwurf umgesetzt.

 

„Für mich ist Freiheit der größte Luxus. Es ist eine Supermacht, erzeugt durch Unabhängigkeit, Nonkonformität und Haltung!“

 

„Im Laufe der Jahre haben wir eine eigene, einzigartige DNA entwickelt, die in jeder unserer Jacken steckt“, sagt Gericke. Während die Materialien von Hochleistungs-Sportbekleidung oft steif und dick sind, nutzt g-lab Stoffe mit ähnlicher Funktion, die aber weder sicht- noch spürbar sind. Das Brand kreiert seine eigenen Materialien, bezieht modische Stoffe auf Basis von Naturmaterialien und fügt dann leistungsstarke Mem-branen und Beschichtungen hinzu. Das ist aufwendig, zeitintensiv und teuer. Die Entwicklung eines bestimmten Wollmaterials etwa hat mehr als vier Jahre gedauert – in der Mode eine Ewigkeit, aber gerade mal lange genug, um Gerickes höchste Standards zu erfüllen.

Einer seiner Ansprüche ist zudem, funktionale Jacken für mobile Menschen zu schaffen. Viele der neuen Modelle sind dank des superkleinen Packmaßes und minimalen Gewichts perfekte Reisebegleiter. Dazu kommt modische Wandelbarkeit, wie in der neuen innovativen Unisex-Kollektion 24/7. Die Serie besteht aus saisonübergreifenden Jacken mit leichter Wattierung, die einzeln oder als wärmender Midlayer unter einer anderen Jacke getragen werden können. Sie sind umkehrbar, mit zwei verschiedenen Farben und einer glatten und einer gesteppten Seite. Denn beim Design seiner Jacken ist für Björn Gericke neben absoluter Wetterbeständigkeit die Freiheit des Trägers entscheidend: „Für mich ist Freiheit der größte Luxus. Es ist eine Supermacht, erzeugt durch Unabhängigkeit, Nonkonformität und Haltung!“ •

www.g-lab.com

  

BJÖRN GERICKE FACTS

 

• Geboren In Düsseldorf, aufgewachsen in der Schweiz

• Arbeitete als Aktienanalyst, Finanzvorstandsassistent und Investment Manager

• Ästhet, Perfektionist und Arbeitstier

• Lebte in Hongkong, London und Hamburg

• Gründete 2010 g-lab

• Kreativer Kopf und leidenschaftlicher Sportler

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